Meine Kameraausrüstung Teil I

- Meine Empfehlungen sind Werbung, allerdings unbezahlt aus Überzeugung-

Oft werde ich nach meiner Kameraausrüstung und meinen persönlichen Empfehlungen gefragt. Ich habe im Laufe der Jahre einige Objektive ausprobiert, einige Linsen sind wieder ausgezogen, auf einige habe ich ewig gespart, mit einigen wurde ich nicht warm..

Mittlerweile habe ich eine sehr gute, sehr teure und lichtstarke Ausrüstung. So habe ich nicht angefangen und sie stellt keine Empfehlung für Anfänger in der Fotografie dar! Ich finde es wirklich schade, dass man als Fotograf immer auf seine Ausrüstung beschränkt wird. Mich erreichen tausendfach Fragen zu Kamera, Objektiven etc. Eine Kamera ist nur so gut, wie die Person, die sie nutzt. Wer nicht bereit ist in das Thema einzutauchen und erwartet, dass die Kamera alles im "Automatik-Modus" rockt, wird nicht glücklich werden.. zumindest nicht mit einer DSLR. Bitte seid euch dessen bewusst. Meine Ausrüstung ist von Canon, daher beziehe ich hauptsächlich auf Canon-Objektive/Bodies.

Kamerabodies


Bis vor 3 Jahren habe ich mit der Canon EOS 5D Mark 2 fotografiert, zwischenzeitig war ich auch im Besitz der Canon EOS 7D. Bis ich mir dann endlich den Traum einer 5D Mark III erfüllen konnte.

Prinzipiell unterscheiden sich die beiden Vollformat-Bodies nicht entscheidend in der Abbildungsleistung, Bildqualität und das Rauschverhalten in hohen ISO-Bereichen ist – meiner Meinung nach – relativ gleich gut geblieben. Mir fehlte im Bereich der Tierfotografie allerdings die Schnelligkeit (Bilder pro Sekunde) sowie einige AF-Felder. Außerdem hat die Mark 3 tolle Möglichkeiten, was die AF-Einstellungen betrifft und der Fokus ist wahnsinnig treffsicher. Es gibt durchaus noch viel mehr positives, allerdings ist das viel technischer Kram, der hier den Rahmen sprengt. Ich bin aufjedenfall sehr zufrieden!

Dies ist keine Kamera für Anfänger, bzw. notwendig für den Einsteig!

MEINE OBJEKTIVE


1/320, ISO250, f1.8 

35mm f/1,4 DG HSM Sigma Art

Das 35 mm f/1,4 DG HSM Sigma Art ist schon länger in meinem Besitz, Hauptgrund waren hier Hochzeiten. Allerdings nutze ich das Objektiv auch sehr gerne (und leider zu wenig!) in der Tierfotografie für die typischen „von-oben“-Bilder, für weitwinkligere Aufnahmen und für Indoor-Fotos (available Light). Die Sigma Art-Reihe wird in den Himmel gelobt und ich kann dem nur beipflichten. Das Objektiv ist wahnsinnig hochwertig verbaut, macht ein tolles Bokeh und ist wirklich abartig scharf. Allerdings kommt es immer wieder vor, dass man eine „Gurke“ erwischt, daher bestellt bitte dort, wo es problemlos umgetauscht werden kann. Die günstigere Alternative ist das Sigma 30mm f1,4 DC HSM, dieses passt allerdings nur auf Crop-Kameras und ist daher für mich „unbrauchbar“. Der einzige Nachteil für mich: Das Gewicht!


Fensterlicht, 1/250, ISO400,f2

1/1000, ISO100,f3.5


Fensterlicht, 1/160, ISO100, f/1,8

Dazu wird nochmal ein Beitrag folgen, es ist definitiv das Herzstück meiner Ausrüstung, mein Immerdrauf, mein Liebling!

1/200, ISO200, f/1,8 

Canon EF 50mm f/1,4 USM – ausgezogen
-> mittlerweile zum 50mm f/1.8 STM gewechselt

Bei meinem 50mm 1.4 werde ich eine Ausnahme machen, da es 2Jahre lang tolle Dienste geleistet hat und nur ausgezogen ist, weil ich mit dem Sigma bedient bin. Ich habe seit einer Weile wieder die günstigere Variante, die allerdings wenig zum Einsatz kommt. Mit dem 50mm f/1.4 fing auch meine „richtige“ Fotografie an, daher bin ich sehr froh dieses Objektiv gehabt zu haben. Ich bin ein absoluter Bokeh-Liebhaber und damals habe ich ganz viele Bokeh-Kreise als das Schönste auf Erden empfunden. Es ist lichtstark, relativ zügig, recht treffsicher (allerdings würde ich wohl immer etwas abblenden, so auf f/1,8-2,2), neigt manchmal zu Chromatischen Aberrationen und zaubert aus jedem kleinen Punkt ein Bokeh-Kreis! Auf einer Vollformat-Kamera sind damit ebenso „Bilder-von-oben“ möglich, das wird mit dem Crop-Faktor von 1,6 bei einer APS-C manchmal schwierig. Die tatsächliche Brennweite beträgt dann nämlich ca. 80mm, das wird oft vergessen. Wenn ihr also viel drinnen fotografieren wollt oder euch Bilder aus der Vogelperspektive von eurem Hund reizen, greift eher zu 30mm. Als günstigere Einsteiger-Alternative bietet sich auch das neue 50mm f/1,8 STM an!


1/1250, ISO800, f/2,8 

Canon EF 135mm f/2L USM

Mein Lieblings, mein Immerdrauf, ich will es nie mehr missen!

Dazu wird nochmal ein ausführlicher Beitrag folgen,
da mich zu diesem Objektiv sehr viele Fragen erreichen.


HIER kommt ihr zum Blogartikel über das 135mm.


1/320, ISO1000, f/2,5 

1/400, ISO250, f/2


1/640, ISO200, f/2,5 

1/1250, ISO1000, f/2,8

1/2000, ISO100, f/2,8

Canon EF 200mm 1:2,8L II USM

Das 200mm ist meine Sportlinse! Kurzzeitig habe ich sie auch für Portraits verwendet, da mir zu dem Zeitpunkt eine Brennweite zwischen 50mm und 200mm gefehlt hat. Mittlerweile nutze ich sie nur noch für Bewegungsaufnahmen von Hunden sowie Pferden. Für diese lange Festbrennweite habe ich mich entschieden, nachdem ich mich ewiglang gegen das schwere 70-200mm Zoom (was hier mittlerweile wohnt!) gewehrt habe. Bereut habe ich es nie und wer wirklich gut „ohne Zoom“ klarkommt, der sollte sich dieses Objektiv mal genauer anschauen. Ich habe es jetzt schon das zweite Mal, da mein erstes ein kleines Hau-weg hat. Bitte bedenkt, dass es natürlich an der Crop recht lang ist. Aber im Vergleich zu den teuren Alternativen ist es im bezahlbaren Rahmen, definitiv gefühlte 10kg leichter und deutlich handlicher. Würde ich nicht gewerblich fotografieren, dann wäre es meine einzige Wahl gewesen! Es ist sehr scharf (schärfer als die erste Version vom 70-200mm!), das Bokeh kommt schon sehr an das 135mm ran, es ist ultraschnell und die Freistellung ist einfach ein Traum. Ich mag es sehr gerne und nutze es weiterhin für 90% meiner Actionaufnahmen.


1/1000, ISO200, f/2,8

Canon EF 24-105 mm 1:3,5-5,6 IS STM

Mein Studio-Zoom! Super flexibel, ausreichend scharf (gerade bei Blitz!), bezahlbar, es leistet super Dienste. Aber ich nutze es definitiv nur im Studio, ansonsten wäre es mir auch zu lichtschwach. Kann mich nicht beklagen und bin super zufrieden.



1/1250, ISO800, f2.8

1/800, ISO400, f3.2

Canon EF 70-200 mm f/2.8L 

Jetzt fragen sich sicher alle, wieso ich das schwere 70-200er habe, wenn ich so zufrieden mit dem 200mm 2.8L bin. Ich bin Festbrennweiten-Fan, ich liebe Festbrennweiten. Abeeer manchmal ist ein Zoom praktisch, unteranderem für Welpen und auch bei Pferdeshootings, sowie Wassershootings. Dafür nutze ich es und es leistet gute Dienste. Da ich nur die erste Version habe, kommt es Schärfetechnisch absolut nicht an meine Festbrennweiten ran. Ich weiß, dass die neueren Versionen dort deutlich besser abschneiden. Für meine Zwecke reicht mit diese Variante und ich nutze dieses Objektiv zu 95% auch nur auf 200mm. Es ist allerdings super schwer, extrem sperrig und wird sicher nie eins meiner Favoriten sein. Wer allerdings gerne zoomt, flexibler sein will und es auch in anderen Brennweiten-Bereichen nutzen möchte, ist hier gut bedingt. Für Anfänger empfehle ich auch gerne "die kleine Schwester" 70-200mm f/4L. 

Ich bleibe allerdings dabei, dass mir die Festbrennweite (200mm) mehr zusagt.


190mm, 1/500, ISO400, f3.5

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